Archiv für die 'Menschenrechte' Kategorie

Angela Praßl zur “Generation Praktikum” Beitrag

Eigentlich erfüllen die Mitglieder der sogenannten “Generation Praktikum” alles, was die neoliberale Arbeitswelt verlangt: Sie sind meist sehr gut ausgebildet, flexibel, mobil, marktorientiert, verfügen über hohes kulturelles und soziales Kapital, sind gewillt für einen guten Job Entbehrungen entgegenzunehmen. Und dennoch leben sie ein Leben im Dazwischen zwischen Arbeit und Ausbildung, in der andauernden Warteposition, müssen sich durch un- oder schlechtbezahlte Praktika durcharbeiten und mit irregulären Dienstverhältnissen über Wasser halten.

In ihrer Diplomarbeit Leben in der Warteschleife. Machtvolle Strukturen und individuelle Handlungsweisen in der “Generation Praktikum” stellt Angela Praßl anhand dreier Fallbeispiele von Kulturarbeiterinnen eine Generation in den Mittelpunkt, welche eine kaum langfristige Perspektiven aufbauen kann und ein Leben der unbegrenzten, oft aber nicht-gelebten Möglichkeiten führt.

Sendungsübernahme von “Pensee Sauvage | Das wilde Denken - Kulturanthropologische Gespräche” ausgestrahlt am 30. April 2013 auf Radio Helsinki

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Der gefährliche Kampf für Menschenrechte und Pressefreiheit

Live-Gespräch mit der Journalistin Dina Meza aus Honduras

Medien sind meist ein wichtiges Instrument, um politische Systeme zu verändern und um die Bevölkerung über die aktuelle politische Lage zu informieren. In den letzten vier Jahren wurden 33 Journalist_innen in Honduras ermordet und nach Mexiko ist Honduras das gefährlichste Land für
Pressevertreter_innen in Zentralamerika. Alternative Medien bekommen eine immer größere Bedeutung im Kampf für Menschenrechte in Honduras.

Die Journalistin Dina Meza ist bei Women on Air im Studio zu Gast und wird über die Medienaktivitäten und die Situation von Journalist_innen in Honduras berichten.

Übersetzerin: Andrea Lammers
Sendungsgestaltung: Verena Bauer und Claudia Dal-Bianco (Frauensolidarität)
Technik: Petra Pint

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Radiomachen für ein Leben in Würde

Wie können wir mit Radio gegen Gewalt gegen Frauen vorgehen? Wie organisieren sich Migrantinnen in Spanien? Women on Air sprechen mit der Frauenrechtsaktivistin Jamileth Chavarría (Nicaragua), auch bekannt als „La Bruja“ (die Hexe), über die Nutzung von Medien für ein Leben in Würde. Jamileth Chavarría hat in ihrem Heimatdorf Bocana de Paiwas ein Radio „Palabra de mujer“ (Stimme der Frau) mitbegründet. Zurzeit lebt sie zur Fortbildung in Madrid, wo sie mit organisierten Migrantinnen zusammenarbeitet.

Moderation: Barbara Tinhofer
Übersetzung: Simone Peter
Technik: Sophie Schaffernicht & Claudia Dal-Bianco

Wiederholung vom 18.September 2013

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Arbeitsrechte für Domestic Workers

Am 16. Juni 2011 hat die Internationale Arbeitsorganisation (International Labor Organisation ILO), eine Konvention zu den Rechten von Hausarbeiterinnen beschlossen und damit erstmals ein rechtliches Rahmenwerk zum Schutz der Rechte von Hausarbeiterinnen gesetzt. Die Konvention muss nun von den einzelnen Ländern ratifiziert und von den Nationalstaaten umgesetzt werden. Diese Konvention stellt auch einen großen Schritt für die Verbesserung der Situation MigrantInnen dar, die häufig im Bereich Hausarbeit Anstellung finden.

Die Sendung beschäftigt sich mit internationaler Migration und Domestic Workers. Gesendet werden Ausschnitte von der Veranstaltung „migrant women at work - Arbeitsmigration von Frauen zwischen Zwang und Selbstbestimmung“. Zu hören sind Andrea Spehar von der Universität Göteborg, Mitautorin der „Studie Women´s labour migration in the context of globalisation“, Bettina Haidinger, die in ihrer Dissertation transnationale Haushaltsarrangements in Österreich arbeitender ukrainischer MigrantInnen untersucht hat.
Ebenfalls zu hören sind Interviewausschnitte mit Fe Jusai von RESPECT European Network of Migrant Domestic Workers.

Mehr Informationen http://www.domesticworkerrights.org/.

Sendungsgestaltung: Sonia Stöger und Ulrike Bey

Wiederholung vom 21. Juni 2011

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“Ein Leiberl haben”

Im Kampf um mehr Frauen- und Arbeitsrechte in Bangladesch

Die Textilindustrie ist der größte Exportsektor in Bangladesch, die meisten ArbeiterInnen sind Frauen. Lovely Yesmin, Präsidentin der “Textile Garment Workers Unions Federation” und Kalpana Rani, langjährige Aktivistin in der Frauenbewegung in Bangladesch und anderen südasiatischen Ländern, waren im Rahmen der Wear Fair Messe in Österreich.

Die beiden Aktivistinnen berichteten Women on air über die Situation in Bangladesch sowie über ihren Einsatz in der Frauen- und Textilarbeiter_innengebewegung.

Sendungsgestaltung: Petra Pint und Sophie Schaffernicht.

Weiterführende Infos:
www.wearfair.at
www.carebangladesh.org
www.cleanclothes.at/urgent-actions/

Playlist: J.Koho - Street Musicians (free music archive)
J.Koho - Woman who sang while walking (free music archive)
Lovely Yesmin - Womens Day 2012
M.I.A. - Paper planes
Nogor baul James - Didimoni

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„Jesus was an Asylumseeker too“

Kämpferische Stimmen aus dem Refugee-Protestcamp in der Votivkirche

Es ist ein einzigartiger Moment in Österreich: die sozial wohl am stärksten ausgegrenzte Gruppe erhebt ihre Stimme. Die Asylwerber und Asylwerberinnen in Österreich haben genug. „Lasst uns arbeiten, ändert euer Asylsystem und gebt uns unser Recht auf Bildung – und wenn ihr das nicht zusammenbringt, dann löscht unsere Fingerabdrücke, damit wir weiterziehen können.“ Das sind die Forderungen der Hungerstreikenden in der Votivkirche – unter denen übrigens keine Frauen sind.

Ein junger Asylwerber aus Marokko, eine engagierte Unterstützerin, ein Mediziner der Johanniter und ein Mitarbeiter der Caritas zeichnen ein aktuelles Bild aus der Votivkirche – das sich die Öffentlichkeit übrigens nicht selbst machen kann, denn die Tore der Kirche sind verschlossen.

Sendungsgestaltung: Caroline Haidacher

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“This human world” (Teil 2)

Internationales Filmfestival der Menschenrechte in Wien 2012

Nadine Spring war im Zuge des „This Human World“ Festivals bei der Vorführung des Films „Ciudad Bolívar“ mit anschließender Diskussion als Zuseherin dabei. Thematisiert wurden an diesem Abend vor allem die Zustände des Stadtteils Ciudad Bolívar der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Dieser Stadtteil ist Zufluchtsort für Hunderte von Binnenflüchtlingen, die aufgrund des seit mittlerweile 60 Jahren wütenden Bürgerkrieges in Kolumbien, in Massen vertrieben werden und sich daraufhin in den Slums der Großstädte niederlassen.

Im Anschluss hat Nadine Spring die Regisseurin Dominique Dujenis interviewt, die in Zusammenarbeit mit dem Versöhnungsbund mittlerweile zwei Dokumentarfilme in Kolumbien gedreht hat. Sie spricht über ihre Eindrücke der sozialen Situation in dem lateinamerikanischen Land und über Initiativen der Zivilgesellschaft.

Sendungsgestaltung: Nadine Spring

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„This human world“ (Teil 1)

Internationales Filmfestival der Menschenrechte in Wien

Bereits zum vierten Mal fand heuer das internationale Filmfestival „This human world“ statt. In über 80 Filmen wurden dabei die Rechte des Menschen in den Mittelpunkt gerückt, zwei davon, „Are we aware?“ und „The price of sex“, befassen sich mit Frauenhandel.
Nach einer Rückschau auf die beiden Filme diskutieren Women on Air Marta Gomez und Tünde Kiss über Frauenhandel in Zeiten der Globalisierung, aktuelle Entwicklungen und Initiativen gegen Frauenhandel.

Technik: Aleksandra Kolodziejczyk

Wiederholung vom 13.Dezember 2012

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Widerstand gegen internationale Sparpolitik und Ausbeutung

Globale Kämpfe und Geschichten mit Reina Quitanilla (Honduras) & Patricia Dyata (Südafrika)

Bereits seit den 1980er Jahren kämpfen AktivistInnen aus dem globalen Süden gegen neoliberale Politiken, welche Frauen am stärksten getroffen haben. Durch die weltweite Rezession und verflochtenen Krisen wird nun auch in Europa. der Sparstift angesetzt, was zur Folge hat, dass Millionen von Menschen in die Arbeitslosigkeit und Armut gedrängt werden, während sich Sozialstandards auflösen.

Women on Air begrüßte live im Studio die zwei feministischen Expertinnen von honduranischen und südafrikanischen Organisationen, die Frauenrechte und Frauenarbeitsrechte verteidigen und fördern. Sie sprachen darüber wie Medien für den Widerstand genutzt und welche Strategien angewendet werden, um gegen die internationale Sparpolitik und Ausbeutung anzukämpfen.

Sendungsgestaltung: Simone Peter & Verena Bauer

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Türkei und Meinungsfreiheit

Ein Hungerstreik endet, eine vertrackte Situation bleibt

Ein Kurzbeitrag zum Stand der Meinungsfreiheit in der Türkei, zu den jüngsten Hungerstreiks türkischer Gefangener und den Solidaritätsbekundungen dazu in Wien.

Sendungsgestaltung: Helga Neumayer (Frauensolidarität, Wien)

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