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Literature Between Everyday-life and World Politics
Im Rahmen der Reihe ” Literatur von Frauen aus dem Süden ” der Zeitschrift Frauensolidarität stellen Sarita Jenamani - Lyrikerin aus Indien - und die Kulturanthropologin Sonja Rappold im Rahmen der Globalen Dialoge die afrikanische Schriftstellerin Lindsey Collen vor: Lindsey Collen ist eigentlich gebürtige Südafrikanerin und lebt seit den 70er Jahren in Mauritius im Indischen Ozean, wo sich die engagierte Feministin im Bildungs- und Kulturbereich, aber vor allem auch als Friedensaktivistin gegen Militärbasen einsetzt. Ihre politische Arbeit spiegelt sich in all ihren Büchern wider. Protagonistinnen sind großteils einfache Frauen aus der Arbeits- und Alltagswelt Mauritius und ihr ökonomischer und sozialer Kontext wird literarisch fesselnd dargestellt und immer historisch und global eingebettet. Mit ihrem Roman “Sita und die Gewalt” - greift sie das tabuisierte Thema Frauen und Gewalt auf. Für diesen Roman wird ihr 1994 der Commonwealth Writers Price verliehen und sie schafft ihren literarischen Durchbruch. Fast 11 Jahre und viele faszinierende Romane später erreicht uns die Nachricht, dass der diesjährige Commonwealth Writers Preis für den besten Roman Afrikas wiederum an Lindsey Collen für den Roman - ” Boy ” - verliehen wurde. In der Zeitschrift ” Frauensolidarität ” sind mehrere Beiträge über und von Lindsey Collen erschienen - Infos dazu auf der Seite der Frauensolidarität.
In the series of the Solidarity among Women ‘ Women Literature from South ‘ Sarita Jenamani, economist & poet from India and Sonia Rappold, cultural anthropologist present African author Lindsey Collen in ‘ Global-Dialogue ‘ . Since early seventies the South African-born Lindsey Collen is living in Mauritius where she is actively engaged in the area of education and culture. But above all, she is known as a daring peace activist against establishing military bases. Her political engagements are again and again reflected in her writings. The protagonists in her novels are usually simple women of Mauritius, busy in their day to day lives or works. Collen not only portrays their economic and social problems in superb literary col ors but she also embeds them in their historical and global context. In her novel ‘ The Rape of Sita ‘ she has touched the topic of women and rape which is considered as a taboo to discuss about. For this novel she received the Commonwealth Writers award and got wide acclamation as a writer. This year she has won the Commonwealth prize for her book ‘ Boy ‘ which was assessed as the best African novel of the year.
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An Interview with Vicky Ntetema, a Tanzanian broadcast journalist based in Dar es Salaam on the role of radio-broadcasting for literacy- and health campaigns, on the role of “Tanzanian Media Women ‘ s Association” for the fight against FGM (Female Genital Mutilation), including an overview on the main economic branches of the 40 Mio. Tanzanians and the changing role of women in a modern society. Vicky Ntetema today holds the position of the BBC Bureau Chief of Tanzania and gives also a short introduction of how she herself came to join the media branch. The interviewer was Helga Neumayer (Women ‘ s Solidarity - Vienna).
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In dieser Ausgabe der ” Globalen Dialoge ” erwartet Sie etwas Besonderes: Ein neuer ” Jingle ” der Sendereihe “Globale Dialoge” kündigt frischen Wind an und die Sendung selbst ist ein “Doppel-Debüt”: Doppelt insofern als das Moderatorinnenteam Prisca Ayuk und Andrea Handl ihre erste (gemeinsam) Sendung gestalteten und sich der Beitrag inhaltlich mit der iranisch-deutschen Schriftstellerin Sudabeh Mohafez und ihrem Debütroman ” Wüst enhimmel, Sternenland ” auseinandersetzt. Im Anschluß an das Porträt der seit 27 Jahren in Berlin lebenden Autorin führen die beiden Interviewerinnen Prisca Ayuk und Andrea Handl ein Zwiegespräch, in dem Prisca Ayuk ihre eigenen Erfahrungen als Migrantin aus Kamerun in Österreich mit jenen von Sudabeh Mohafez aus dem Iran nach Deutschland vergleicht. Nähere Informationen zu Sudabeh Mohfez sind finden Sie hier. Ihr Band “Wüstenhimmel, Sternenland ” ist im Arche-Verlag erschienen.
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12 Frauen schöpfen aus dem Reichtum der Literatur von Frauen und bringen ihre eigenen Erfahrungen mit Literatur von Frauen ein. Welchen Stellenwert hat Literatur im Alltag? Was kann Dichtung bewirke n? Heldinnen in der Literatur? Hat die türkische Autorin Füruzzan die türkische Frauenbewegung beeinflußt? Wie zeitgemäß sind die Romane von Jane Austen? Welchen Eindruck hinterläßt Susanna Tamaro? Wie kommt eine indische Schriftstellerin nach Wien? Und warum übersetzt sie Rose Ausländer ins Hindi? Gelesen und gesprochen wird in der Sendung über: “Trotzdem singe ich” von Ishraga Mustafa Hamid (Milena Verlag) “Frau ohne Schleier. Türkische Erzählungen” von Füruzzan (dtv) “Sense and Sensibility” von Jane Austen. “Geh wohin dein Herz dich trägt” von Susanna Tamaro (Diogenes Verlag). “Manchmal wünscht sie sich” von Sarita Jenamani (Unveröffentlichtes Gedicht)
Die Sendung wurde gestaltet von: Prisca Ayuk, Carmen Cayuelas-Franco, Andrea Handl, Sarita Jenamani, Veronika Mayr, Helga Neumayer, Silvia Pitscheider, Sonja Rappold, Angela Riedmann, Eva Rodríguez, Iris Wrana, Waltraud Zirngast
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Der 8. März geht auf Proteste von Textilarbeiterinnen in den USA im Jahre 1857 zurück. Frauen gingen in diesem Jahr auf die Straße, um gegen ihre doppelte Ausbeutung in der Fabrik, wo sie unter schlechten Bedingungen arbeiteten und in der Familie, wo sie unbezahlte Arbeit leisteten, zu demonstrieren. Veronika Mayr von der Frauensolidarität spannt den Bogen weiter zur Frauenarbeit in Zeiten der neoliberalen wirtschaftlichen Globalisierung und spricht über Arbeitsbedingungen von Frauen in Freien Exportzonen und im informellen Sektor. Bezugnehmend auf eine von der Frauensolidarität organisierten Informationsreise nach Indien gibt sie unter anderem aus der Textilindustrie Beispiele und versucht die Fragestellung zu beantworten, ob Transnationale Konzerne ihrer Sozialen Verantwo rtung auch tatsächlich nachkommen oder sie dies nur als “Verkaufsschmäh” vermarkten um ihre Profite zu sichern. Alternativen und Handlungsansätze wie die Clean Clothes Kampagne und FLP (Flower Label Programme), die sich um faire Arbeitsbedingungen weltweit bemühen, werden skizziert.
Weitere Infos unter:
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Studiogespräch zur Situation srilankischer Textilarbeiterinnen nach der Tsunami-Flutkatastrophe und zur Situation der Arbeiterinnen dominikanischer Weltmarkt-Produktionsstätten mit Helga Neumayer, die Sri Lanka nach der Flutwelle bereiste und eine gute Kennerin der Dominikanischen Republik ist. Die Textilfabriken Sri Lankas, die für den Weltmarkt produzieren, liegen zwar aus Transportgründen oft in Hafennähe, aber eher landeinwärts, sodass sie von den Fluten verschont blieben. Auch die weit über 100.000 srilankesischen Textilarbeiterinnen befanden sich auf ihrem jährlichen zweiwöchigen Urlaub, denn zu dieser Zeit ist der Produktionsmarathon für den westlichen Weihnachtsmarkt vorüber und viele Arbeiterinnen befanden sich bei ihren Familien im Landesinneren. Ihr Problem liegt im Moment in der Sorge um den Arbeitsplatz, da Sri Lanka nach dem Auslaufen des Multifaserabkommens am 1. Jänner 2005 jegliche Exportvergünstigungen für den westlichen Markt verloren hat und zu befürchten ist, dass die Textilindustrie in noch billiger produzierende Länder wie Indien und China abwandert. Auch in der Dominikanischen Republik ist neben dem Tourismus und der Agrarindustrie die Produktion für den Weltmarkt in den “Zonas Francas” der wichtigste Beschäftigungsgeber. Und auch hier steckt dieses Wirtschaftsmodell in der Krise - alte Produktionszonen werden geschlossen und an die haitianische Grenze verlegt, wo haitianische Migrantinnen noch billiger arbeiten als Dominikanerinnen. Sowohl Sri Lanka als auch die Dominikanische Republik hätten auf Grund ihrer günstigen klimatischen Situation die Möglichkeit, die eigenen Bevölkerung ertragreich zu ernähren. Beide Länder haben außerdem eine reiche Musiktradition, die in der Sendung ebenfalls ange sprochen und musikalisch vorgestellt wird. Im Beitrag werden Beispielen von srilankischer Baila-und anderer Musikstile sowie dominikanische Bachata- und Merengue-Musik gespielt. Mehr Informationen zur Situation von Textilarbeiterinnen in Sri Lanka in der Nr. 1/2005 der Zeitschrift Frauensolidarität.
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