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Sondersendung der ” Globalen Dialoge - Women on Air ” anläßlich eines Radioworkshops im April/Mai 2005 Ein Ausschnitt aus dem Buch “Tschador” ” Frauen im Islam” von Nawal el Saadawi liefert den Rahmen, um über die spezielle Situation der Frau in Ägypten zu sprechen.
“Der vergessene Teil der Geschichte”. Über die Heimkehr der Rom-Zigeunerin Czeija Stojka aus den Konzentrationslagern der Nazis.
Eine Banditin, eine Menschenrechtsaktivistin und Rebellion. Über zwei literarische Werke aus Indien und eine Salsa aus Kolumbien, die das schwierige Thema Sklaventum in fröhlichen Rhythmus verpackt und zum Tanzen anregt.
Ein Interview über das Thema Transgender in Indien (Hijras), die Darstellung, Kommunikationsformen und Ausdrucksmittel einer in der indischen Kultur und Religion verankerten Community, die um Anerkennung und eine Zukunftsperspektive kämpft.
Gestaltung der Sendung: Inge Stecher-Schubert, Ulrike Wieländer, Dilber Firat, Gabi Frimberger, Charlotte Neumayer, Verena Rassmann, Helga Neumayer, Caroline Haidacher, Traude Pillai-Vetschera, Ines Fohler.
Technik: Gerda Kolb, Margit Wolfsberger
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Madjiguène Cissé wurde als Sprecherin der “sans papier“, einer Bewegung, die durch spektakuläre Protestaktionen auf die Situation der sogenannten Illegalen in Frankreich aufmerksam macht, bekannt. In einem Interview mit Margit Wolfsberger von 2003 hat diese in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Frau ihren biografischen Hintergrund und ihre politische Sozialisation im Heimatland Senegal beschrieben. Madjiguène Cissé vermittelt uns einen lebendigen Einblick in die postkoloniale Situation ihrer Heimat und den Kampf illegalisierter MigrantInnen um fundamentale Menschenrechte in Frankreich. Angela Riedmann und Waltraud Zirngast haben den Hörbeitrag bearbeitet. Angelika Riedmann ist Ethnologin und beschäftigt beim Klimabündnis. Waltraud Zirngast ist Historikerin und Lehrerin.
Buchtipp: Madjiguène Cissé. Papiere für alle. Die Bewegung der Sans Papiers in Frankreich. Hamburg, Assoziation A Verlag, 2002.
Zum Weiterlesen in der Zeitschrift Frauensolidarität:
- Arztmann, Doris: Bewegungsfreiheit statt StaatsbürgerInnenschaft.Interview mit Madjiguène Cissé. Nr. 82 (4/2002) S.35
- Neumayer, Helga: Mehr politisch als mütterlich. Interview mit Madjiguène Cissé. Nr. 84 (2/2003) S.23
Anmerkung: Seit dem Jahr 2000 leitet Madjiguène Cisse das Frauennetzwerk Refdaf in Dakar/Senegal.
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Warum dreht sich alles ums Kopftuch? Bringt das Ablegen desselben gleichen Lohn für gleiche Arbeit? Mehr politische Durchschlagkraft, Schutz vor Gewalt in der Familie und volle Gleichberechtigung? Iris Wrana und Helga Neumayer (Frauensolidarität) kommentieren die Podiumsdiskussion zum Thema “Islam und Frauen”, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Literatur im März” am 12. März im Wiener Museumsquartier stattfand. Unter der Moderation von Renate Schmidtkunz diskutierten die Comics-Autorin Marjane Satrapi (Frankreich/Iran), die Autorin Katajun Amirpur (Deutschland/Iran) und die Lehrerin und Autorin Gülmihri Aytac (Österreich/Türkei).
Tipps zum Weiterlesen:
*Wrana, Iris: Baumwolle bedruckt.90X90 cm.Ein Politikum mit vielen Mustern. Ein Artikel zu den Auswirkungen des “Kopftucherlasses” in der Türkei und in Österreich. In: Frauensolidarität Nr. 77/2001
*Mojab, Shahrzad: “Muslimische” Frauen und “westliche” Feministinnen. Eine Debatte um Partikularität und Universalität. In: Frauensolidarität Nr. 82/2002
*Neumayer, Helga: Meine Sehnsucht ist Kommunikation. Ein Porträt der Malerin Mitra Shamoradi-Strohmeier. In: Frauensolidarität Nr. 82/2002
*Raza, Naheed: Die Kunst hat Einfluss auf das Denken. Der Weg der Frauen in die pakistanische Kunstszene. In: Frauensolidarität Nr. 80/2002
*Amirpur, Katajun: Emanzipati on trotz Kopftuch: Iranische Frauenrechtlerinnen streiten um die Deutung des Korans. In: Streitpunkte in islamischen Kontexten. Gerhard, Ute (HGin). Stuttgart 2003
*Amirpur, Katajun: Gott ist mit den Furchtlosen: Schirin Ebadi - Die Freidensnobelpreisträgerin und der Kampf um die Zukunft Irans. Freiburg/Breisgau 2003
*Satrapi, Marjane:Persepolis 1. Eine Kindheit im Iran. Zürich 2004; Persepolis 2. Jugendjahre. Zürich 2005 *
*Alle genannten Artikel und Bücher finden Sie in der Bibliothek der Frauensolidarität, 1090 Wien, Berggasse 7/1
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1. Teil: “Paradiesische Südsee”, der Urlaubstraum schlechthin - von außen betrachtet! Doch wie schauen die Lebenswelten der Frauen zwischen Migration und Re-Migration und neu zu schaffender Identitäten aus? Themen, die für eine künstlerische Aufarbeitung geradezu prädestiniert sind. Sia Figiel, eine samoanische Schriftstellerin, setzt als eine der bedeutendsten literarischen Stimmen Ozeaniens Schritte in Richtung eines neuen Selbstverständnisses. Ihre Arbeiten ermöglichen jungen Frauen Wege aus der Enge des patriarchalen Gesellschaftssystems auf den pazifischen Inseln und in der Migration. In ihrem Roman “Where we once belonged” (erschienen 1996, dt. “Alofa”) beleuchtet sie Themen wie Migration, Generationenkonflikte, gesellschaftliche Zwänge, Konsumgesellschaft versus Tradition aus der Perspektive der Frau - in einer traditionell von Männern dominierten und alltagskulturell zunehmend durch den Westen geprägten Welt. Die zweite porträtierte Künstlerin Tusiata Avia, die als eine Samoanerin der 2.Generation in Neuseeland lebt, drückt sich durch Performances aus, die auf ihren Texten in Gedichtform beruhen und provoziert, indem sie Tabus und bisher Unausgesprochenes buchstäblich mitten in den Raum stellt und darstellt.
Literatur:
Figiel Sia 1998. Alofa. Unionsverlag, Zürich.
Tusiata Avia 2004. Wild dogs under my skirt. Victoria Univ. Press, Wellington.
Wolfsberger Margit 2005. Wir sind wie Lieder, die falsch gesungen werden - Zur Literatur von Frauen in Ozeanien In: Frauensolidarität 91, 1/05. http://www.frauensolidaritaet.org (Deutsch/Englisch)
2. Teil: Diese Sendung ist der kubanischen Frauenliteratur gewidmet und hat die Erotik zum Thema. Der Aufhänger der Sendung ist eine Lesung der kubanischen Gesellschaft “Auf den Spuren der Erotik” aus der Perspektive kubanischer Gegenwartsautorinnen im Literaturhaus in Wien. Texte von María Elena LLana “El Gobelino”(1983) und von Adriana Zamora “Mascarada” (1998) werden von der Kubanerin Lisseth Grana Lee und von der Übersetzerin der Texte Renata Zuniga gelesen. Durch den erotischen Fokus wird in diesen Texten die sexuelle Befreiung der Frau betont. Die Kubanischen Autorinnen setzen bewusst verstärkt Frauen in den Mittelpunkt, gehen offen mit Themen wie Sexualität und Körperbewusstsein und versuchen dadurch sich gegen den traditionellen Sittenkodex zu wehren. Travestie und Imagination spielen dabei eine zentrale Rolle und machen es möglich Erotik in unterschiedlicher Intensität zu leben.
Durch die Sendung führt Silvia Pitscheider von der Frauensolidarität und Teresa Barba.
Fachliteratur: Kollenz, Katrin 2003: Die kubanische Frau. Zur Erotik in der weiblichen Gegenwartsliteratur Kubas. Investigaciones 5. Forschungen zu Lateinamerika. Frankfurt am Main: Brandes und Apsel. (Deutsch/Spanisch)
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Philippine Domestic Workers in Hong Kong and other Places
In “Women on Air” at Orange 94.0 - co-organized by the magazine ” Frauensolidaritaet “(women’ s solidarity) - the Philippine activist and artist Corazon Amaya-Cañete, the Austrian photo/video-artist Moira Zoitl and the Austrian cultural-anthropologist Sonja Rappold will discuss topics of domestic workers at the point of intersection of art and socio-political critics/activism. Corazon Amaya-Cañete photo-works are shown at the “Fotogalerie Wien” within the project of Moira Zoitl “Chat(t)er Gardens. Stories by and about Filipina Workers” . Her project wants to be a platform for statements of women artists. The photographer Corazon Amaya-Cañete “who lives and works in Hong Kong - reflects in her expressive and colourful pictures structures of socio-political activism and documents forms of resistance against restrictive migration laws by the government in Hong Kong. Mo re than 218.000 foreign domestic workers live in Hong Kong, 98% of them women and 68% from the Philippines. Reflecting the situation on domestic workers in Austria migrant women are completely invisible and have hardly access to labour-rights: working conditions depend mostly on the ” goodwill ” of the employers. Domestic Workers develop various creative strategies for their empowerment and networking. Corazon Amaya-Cañete shows impressionate how visible and powerful women can be when they come together. Corazon Amaya-Canete, Documentary Photographer. EVENT: Exhibition at the Fotogalerie Wien: REALITAETEN - Machtfaktor Wirtschaft 4.04. - 4.05.2005, open: 10:00 - 14:00, Sa, 14:00 - 19:00, Mo bis Fr
Further Information:
- - Exchange rate: approx. 70 Philippine Pesos to 1 Euro
- - UNIFIL United Filipinos in Hong Kong
- - Mission for Filipino Migrant Workers
- - Constable, Nicole: “Maid to order in Hong Kong.” Cornell University Press 1997
- - Anderson, Bridget: “Doing the Dirty Work? The Global Polititcs of Domestic Labour.” London and New York: Zed Books 2000.
- Information about the EU-project on domestic workers: “Homes, Caretaking, Frontiers: Immigrant Women Rights and Conciliation…” comparison between Austria, Germany, Spain and Great Britain.
- - “Migrantinnen in der Hausarbeit” Austrian research on domestic workers from the migrant organisation MAIZ in Linz.
Articles in the “Frauensolidaritaet”:
- “Ich putze Dreck, aber ich bin nicht Dreck!” von Sonja Rappold in: Frauensolidaritaet Nr. 1/2004, S. 10/11.
- “Die dritte Person im Bunde. Neokoloniale Koordinaten in westeuropaeischen Privathaushalten.” von Sonja Rappold in: Frauensolidaritaet Nr. 3/2004, S. 16/17.
- “Null Toleranz. Ein Bericht des Europarats zu Sklaverei im Haushalt.” von Eva Kalny in: Frauensolidaritaet Nr. 3/2004, S. 12/13.
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