Monatliches Archiv für November, 2005

Burma - Die Schattenseiten des goldenen Landes

Die Sendung berichtet über die aktuelle Situation in Burma, das als eine der weltweit blutigsten Militärdiktaturen und am wenigsten entwickelten Länder gilt. Zu Gast sind Frau Hseng Noung von der “Women’s League of Burma” und Gabi Schaumberger von der Organisation “Helfen ohne Grenzen”.

Sendungsgestaltung: Waltraud Zirngast und Gabi Schaumberger

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1) Die Schwestern Mirabal - Symbol für den Widerstand 2) Entsklavte Zukunft? Im Gespräch mit Sonia Pierre

1) Die Schwestern Mirabal - Symbol für den Widerstand Ein Porträt von drei mutigen Frauen

Am 25. N ovember 1960 wurden die drei oppositionellen Schwestern Patria, Minerva und María Teresa Mirabal vom Geheimdienst des dominikanischen Diktators Trujillo in einem Hinterhalt ermordet. 1981 wurde ihr Todestag beim ersten Kongress lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá/Kolumbien zum “Dia Internacional de la No-Violencia contra la Mujer”, dem “Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Fauen” ausgerufen. Jährlich begehen diesen Tag seither Frauenorganisationen aller Welt, um Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und öffentlichen Raum für Frauenanliegen ein zu fordern. Sendungsgestaltung: Helga Neumayer (Frauensolidarität, Österreichisch-Dominikanische Gesellschaft) Sprachen: Deutsch, Spanisch

2) Entsklavte Zukunft? Im Gespräch mit Sonia Pierre, der ai-Menschenrechtspreisträgerin der dominiko-haitianischen Frauenbewegung MUDHA Eine Sendung zur Menschenrechtssituation in der Dominikanischen Republik und den Arbeitsbedingungen auf den dominikanischen Zucker- und Obstplantagen. Gestaltet von Sonja Rappold und Ulla Ebner (beide von der Österreichisch-Dominikanischen Gesellschaft)

Wenn die Arbeitsbedingungen der haitianischen MigrantInnen in den Zucker- und Orangenplantagen der Dominikanischen Republik oder das Thema Frauenhandel näher beleuchtet werden, drängt sich die Frag e auf, ob die Sklaverei wirklich abgeschafft wurde - speziell in der Karibik, dem Zentrum von Sklaverei und dem Kampf um Unabhängigkeit und Identität. MUDHA “Mujeres Unidas Dominico-Haitianas” kämpft seit Jahrzehnten um die Rechte von Frauen und Kindern haitianischer Abstammung und der Verbesserung ihrer Lebenssituation. Ihre kontinuierliche Arbeit gegen Rassismus und Ausgrenzung auf allen Ebenen spiegelt sich national wie international wider. Sie sprengen die Unsichtbarkeit ihrer Zwischenwelt und werden gehört und bestätigt: sogar vom Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof! Sonia Pierre ist Gründerin von MUDHA und selbst in den Plantagen aufgewachsen. Ihrem Einsatz für Menschenrechte und ihrem Mut wurde 2003 von amnesty international mit der “Ginetta Sagan-Auszeichnung für Menschenrechte” Respekt gezollt. Sie war 2005 anlässlich des Symposiums “Ensklavte Zukunft?” zu Besuch in Österreich.

Gestalterinnen der Sendung: Ulla Ebner und Sonja Rappold Musik von Xiomara Fortuna (Dominikanische Republik) und Emeline Michel (Haiti) erhältlich bei Südwind-Weltmusik; Tel: 94 27 566

Österreichisch-Dominikanische Gesellschaft

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1) WOZA - Aktivistinnen aus Simbabwe 2) Mitra Shahmoradi-Strohmaier: Portrait einer persischen Künstlerin

1) Menschenrechtsaktivistinnen aus Simbabwe in Wien

Auf Einladung von amnesty international waren drei Mitglieder der Menschenrechtsorganisatin “Women of Zimbabwe arise” (kurz: WOZA) in Europa. Ihre Reise führte sie auch nach Österreich. Mit einem Friedensmarsch machen sie lautstark auf die schlimmen Zustände in ihrer Heimat aufmerksam. Menschenrechte wie Meinungsfreiheit oder Versammlungsfreiheit sind in Simbabwe massivst eingeschränkt. WOZA-Frauen sind unglaublichen Repressionen und auch Gewalt ausgesetzt. In Interviews und Vorträgen berichten die drei Frauen über ihre Situation seit der Gesetzesreform 2002. Sendungsgestaltung: Ulrike Wiealänder u. ai-Frauen

2) Mitra Shahmoradi-Strohmaier: eine persische Künstlerin in Wien

Der vorliegende Beitrag portraitiert die in Wien lebende persische Künstlerin Mitra Shahmoradi-Strohmaier. Sie ist im Iran geboren, hat dort ein Gymnasium für Malerei und ein Studium an der Decor ative Art Academy in Teheran absolviert. 1979 ist sie nach Österreich gekommen, und hat an der Universität für Angewandte Kunst in Wien den Titel Mag.a art erworben. Malerei und Grafik sind ihr erlerntes Hauptfach, doch in den letzten Jahren hat sich Mitra Strohmaier auch mehr und mehr der Lyrik verschrieben. Sie kombiniert die leuchtenden Farben ihrer Bilder mit der Kraft und Fülle ihres sprachlichen Reichtums. Dabei hat sie eine besondere Sensibilität für die Vorkommnisse in der Natur und in ihrer Umwelt entwickelt. Sie engagiert sich durch ihre Kunst in interkulturellen Frauenfragen und präsentiert ihre Werke regelmäßig bei Ausstellungen in Österreich und auch international. Darüber hinaus unterrichtet Mitra Strohmaier und leitet Workshops. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Radio Dengue Nué & Rituelle Sklaverei

1) Radio Dengue Nué Irakische Frauen und Jugendliche on Air

Nach dem Sturz einer der schrecklichsten Diktaturen der Geschichte des Nahen Osten, des Ba’th-Regimes, entstand für Frauen und Männer im Irak ein Freiraum, der trotz des anhaltenden Terrors und der traditionell patriachal geprägten Gesellschaftsstrukturen in einigen Gebieten des Landes von der Zivilbevölkerung genutzt wird. Zum Beispiel von jenen Jugendlichen im nordirakischen Gebiet von Sharasur, Halabja und Hauraman, die mit dem Sender “Dengue Nué” (Neue Stimme) ein einzigartiges Projekt umsetzten: sie gründeten ein parteiunabhängiges und freies Community Radio. Mary Kreutzer, Mitarbeiterin der Hilfsorganisation WADI und Redakteurin von Context XXI, gestaltete für die RadiomacherInnen im Nordirakischen Halabja im März 2005 einen Radioworkshop und lässt in der Sendung die TeilnehmerInnen selbst zu Wort kommen. Eine Sendung von Context XXI, produziert von Mary Kreutzer und den RadiomacherInnen von Dengue Nué.

Musik: Diare Karadach (Persien) Kathem af Saher (Irak) Fairuz (Ägypten)

Lese- und Webtipp: - Kreutzer, M. und Strobel, S.: Wie Feuer und Benzin? Irakische Frauen und Jugendliche on air. In: Frauensolidarität Nr. 93 (3/05), S. 14f. - www.wadinet.at

2) Rituelle Sklaverei - Trokosi: Die Sklavinnen der Götter - Über rituelle Sklaverei in Südostghana

Wenn es um Gewalt gegen Frauen und neue Formen von Sklaverei geht, wird die Praxis der rituellen Sklaverei, die meist fest in ein traditionelles Wertesystem und einen religiösen Kontext eingebettet ist, häufig vergessen. Dieser Beitrag möchte eine fast ausschließlich weibliche Form der rituellen Sklaverei, das trokosi/fiasidi-System bei den Ewé in Südostghana näher beleuchten. Das Alltagsleben der versklavten Frauen, ihre Zukunftsaussichten und ihre Gegenmaßnahmen stehen im Zentrum der Sendung. Die Debatte um die trokosis wurde im Ghana zu einem explosiven politischen Thema. In der Diskussion spiegelt sich der Machtkampf zwischen traditionellen Autoritäten und staatlichen Behörden wider, es geht um das Wechselspiel von Tradition und Wandel und auch um den Mangel an Legitimität des Staates in ländlichen Gebieten. Sendungsgestaltung: Tamara Neubauer

Gesprächspartner: Mag. Habiboulah Bakhoum

Musik: Adesa (aus Ghana) Album Akoma

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Grapes from the Cape; Frauen in Vietnam

Teil 1: Grapes from the Cape: Ein Interview mit Fatima Shabodien (Südafrika)

Ein Großteil des Jahres importieren Österreich und viele andere Länder in der EU ihre Äpfel und Weintrauben aus der Region um Kapstadt in Südafrika. Die Arbeitsbedingungen der Pflückerinnen und Sortiererinnen sind prekär und von sozialer, kultureller und ökonomischer Rechtlosigkeit geprägt. Das Women on Farms Project versucht die Arbeiterinnen zur Selbstorganisation zu motivieren und ihren Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Daneben sucht die Organisation auch die Vernetzung mit europäischen VerbraucherInnen-Kampagnen, um durch internationale Solidarität die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen zu verbessern. Fatima Shabodien: Executive Director of the Women on Farms Project (Stellenbosch, SA)

Sendungsgestaltung: Ines Fohler, Helga Neumayer (Frauensolidarität)

Sprachen: Deutsch, Englisch

Teil 2 Vietnams Weg in die Weltwirtschaft - Was nützt er den Frauen?

Ab Mitte der 80er startete die kommunistische Regierung Vietnams ein Reformprogramm, das Vietnam von der sozialistischen Planwirtschaft in die Marktwirtschaft führen sollte. Der kollektivierte Boden wurde an die Bauern verpachtet, die Preise liberalisiert, das Land für ausländische Investoren geöffnet und die exportorientierte Produktion angekurbelt.

Sendungsgestaltung: Waltraud Zirngast

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