FRIEND ist eine NGO in Fidji, das Projekte zur Einkommensbeschaffung für behinderte Jugendliche, Seniorinnen, alleinerziehende Mütter und Displaced Persons durchführt.
Webtipp: FRIEND
Sendungsgestaltung: Margit Wolfsberger (für WUK-Radio)
Zwischen Hoffnung und Horror
Manal Omar im Gespräch über irakische Frauen und Jugendliche
Als dann auch noch meine Freundin Margaret entführt und ermordet wurde, brach ich zusammen und verließ Bagdad. Doch eines möchte ich klarstellen: Ich habe vor dem Terror nicht resigniert. Unsere Umfragen unter Frauen im Irak haben ergeben: 90 % sehen der Zukunft mit Optimismus entgegen. Manal Omar, die Regionalkoordinatorin von “Women for Women International”, lebt zur Zeit in Jordanien und baut die Büros im Irak, Afghanistan und dem Sudan auf. Sie war im Jänner auf Einladung der “Frauen ohne Grenzen” zu Besuch in Wien und berichtete von der aktuellen Menschenrechtssituation im Irak, von der Ethnisierung des Konflikts, von sexualisierter Gewalt gegen Frauen und ihrem Kampf gegen die Einführung der islamischen Rechtssprechung, der Sharia.
Eine Sendung von Mary Kreutzer
Rosenkrieg und faire Blumen Anlässlich zweier blumiger Ereignisse der Sonderklasse - dem Valentinstag und dem Opernball - rückte eine ecuadorianische Schönheit ins mediale Rampenlicht: die langstielige, großköpfige Rose, die ähnlich wie Bananen und Kaffee unter wenig rosigen Bedingungen produziert wird. Seit Jahren kämpfen NGOs wie Südwind und FIAN gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf den Rosenfarmen der südlichen Hemisphäre, die vor allem zu Lasten der dort beschäftigten Frauen gehen. Im Interview mit Women on Air berichtet Anja Appel als Vertreterin des Flower Label Programs (FLP) über die aktuellen Ziele, Erfolge und die technische Umsetzung der Kampagne im Kampf um die Verbreitung eines internationalen Verhaltenskodex in der Blumenproduktion. Sie klärt auch über Unterschiede und Hintergruende der verschiedenen am Markt präsenten Labels auf. Über die weitreichenden Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in puncto Arbeitszeiten, Löhne, gesundheitliche Betreuung, Mitbestimmung und Gleichberechtigung durch die Einführung der FLP-Richtlinien erzählt die 25-jährige Ecuadorianerin Rosa Paulin Vilca Chiguano. Als Vertreterin der ArbeiterInnenschaft, die auf den Rosenfarmen zu 80% aus Frauen besteht, fordert sie die KonsumentInnen in Europa auf, sich beim Kauf solidarisch zu zeigen und zertifizierte Rosen zu wählen. Sendungsgestaltung: Caroline Haidacher, Eva Reinbacher
Verwendete Tondokumente:
Interview mit Anja Appel, geführt von Eva Reinbacher, Wien, Februar 2006
Interview mit Rosa Paulina Vilca Chiguano, geführt von Noelia Sàrria Sanchez, Wien, Februar 2006
SprecherInnen:
Caroline Haidacher, Eva Reinbacher
Musik:
Acropolis Gustavo Pazos Conde,
Ester Steenbergen: Papas Calientes, 1998 Los Cochas
Wiener Philharmoniker/Karajan: An der schönen blauen Donau
Länge: 23 min
Webtipps:
Schwarzes Gold aus grünen Wäldern Zur Lebenssituation Indigener in ecuadorianischen Erdölförderungsgebieten - Betroffene berichten Im Jänner waren Silvio David Malaver Santi, Kichwa-Vertreter des Dorfes Sarayacu in Ecuador, und Lily la Torre, Rechtsanwältin aus Peru, auf einer Informationsreise durch Österreich unterwegs. Seit 1989 wehren sich die DorfbewohnerInnen von Sarayacu mittels Volksanwaltschaft und Parlamentspetitionen gegen die eindringenden Ölfirmen. Erdöl teilt wie kaum ein anderes Produkt Menschen in GewinnerInnern und VerliererInnen. Die zwei VertreterInnen berichten unter Anderem von der speziellen Situation der Frauen und von der Notwendigkeit internationaler Solidarität.
1) Entwicklungen rund um den Massentourismus in der Dominikanischen Republik
2) Interview mit der mauritianischen Autorin Lindsey Collen Teil
1) Wenn die Urlaubssonne lange Schatten wirft Entwicklungen rund um den Massentourismus in der Dominikanischen Republik Die Kataloge der großen Reiseveranstalter wecken geschickt die Sehnsucht nach der karibischen Insel. Sonne, Sand, gute Laune und immer freundliche Menschen sind unerlässliche Zutaten des perfekten Urlaubstraumes. Was aber passiert abseits von All-Inclusive? Welche Auswirkungen hat der Massentourismus, wie verändern sich die Lebensbedingungen der DominikanerInnen? Der Beitrag bietet eine kritische Betrachtung zum Tourismus und den damit einhergehenden Entwicklungen in der Dominikanischen Republik.
Teil 2) Between everyday life and World Politics. Interview mit der mauritianischen Autorin Lindsey Collen. Nicht nur das literarische Werk von Lindsey Collen ist ebenso beachtlich wie preisgekrönt. Auch ihr Engagement für Benachteiligte, ihr Kampf gegen Bau und Ausbau von Militärbasen und ihre Courage im Umgang mit sensiblen Themen wie Vergewaltigung machen sie zu einer fixen Größe im zivilgesellschaftlichen Politfeld. Durch die Sendung führen Helga Neumayer von der Frauensolidarität und Iris Wrana. Eingespielte Beiträge von Ulla Ebner und Helga Neumayer. Musik zu bestellen bei Südwind Weltmusik