Sheila Benjamin ist Leiterin des Netzwerkes SCINDEA bestehend aus 15 NGOs und Projektpartnerin der Aktion ” Brot für Hungernde “. Sie berichtet über die vielfältige Arbeit von SCINDEA, etwa in den Bereichen ökologische Landwirtschaft und Gesundheit. Die Stärkung der Frauen in Südindien spielt bei allen Projekten eine wichtige Rolle, denn Frauen sind oftmals Opfer der sozialen Missstände. Mit traditioneller und weniger traditioneller Musik aus Indien Sendung gestaltet von Traude Pillai-Vetschera und Eva Dürr.
Monatliches Archiv für Oktober, 2006
Ein Interview mit Werner Hörtner, dem Autor des neuen Werkes “Kolumbien verstehen” zur Geschichte der Gewalt in Kolumbien, zu den kolumbianischen Friedensinitiativen und der Rolle der Frauenorganisationen in einer militarisierten Gesellschaft.
Hörtner, Werner. Kolumbien verstehen. Geschichte und Gegenwart eines zerrissenen Landes. Rotpunktverlag.
Am 17. Oktober feierte die Sängerin und Performance-Künstlerin Ghalia Benali im Rahmen des Festivals Salam.Orient ihr Wiener Bühnendebüt. Das Wiener Publikum nahm sie begeistert auf. Im Interview mit Women on Air verrät die aus Tunesien stammende Künstlerin, wo ihr künstlerisches Zentrum liegt, was sie heute noch mit Tunesien verbindet und warum sie nicht gerne “Weltmusikerin” genannt wird. Untermalt ist das Interview mit Publikumsstimmen und mit Musik der CD-Alben “Wild Harissa” (2001) und “Romeo and Leyla” (2006) von Ghalia Benali.
Sendungsgestaltung: Helga Neumayer
Die in Holland aufgewachsene Künstlerin Monika Akihari war beim Jazzfestival Glatt & Verkehrt 2006 in Krems an der Donau zu Gast, wo Women on Air mit ihr ein Gespräch über die Heimat ihrer Vorfahren, die Molukken, über die alten molukkischen Lieder vor der indonesischen Besatzung und die Neuinterpretation aus der musikalischen Diaspora heraus führte. Als Antwort auf die politische Erschütterung der molukkischen Inselwelt durch einen Bürgerkrieg zwischen Christen und Muslimen greift sie die alten Texte der Lieder über Harmonie mit der Natur, Schönheit der Inselwelt, Leben der Fischer und die Liebe auf, um die Menschen über die Kraft der Musik zu einem friedlichen und respektvollen Umgang mit Natur und Mitwelt zu inspirieren.
Eine Sendung von Andrea Hiller
Über die unmenschlichen und gefährlichen Arbeitsbedingungen chinesischer Arbeiterinnen und ihren täglichen harten Kampf China hat sich in den beiden letzten Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Standorte der internationalen Bekleidungsproduktion entwickelt. Über 100 Millionen WanderarbeiterInnen arbeiten mittlerweile direkt oder über chinesische Subunternehmer für westliche Firmen. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen jener - vornehmlich junger - Frauen, welche die ländlichen Regionen verlassen, um in den südchinesischen Küstenstädten Arbeit zu finden, sind das Thema der Sendung. Unsere Gäste, zwei Aktivistinnen in chinesischen Arbeitsrechtsorganisationen, schildern die aktuelle Situation und den w achsenden Widerstand der chinesischen ArbeiterInnen gegen die Missachtung ihrer Rechte.
Eine Sendung von: Maria Sachiko-Baier und Waltraud Zirngast
Ein Kampf um Menschenrechte und Demokratie an vielen Fronten Durch die Ermordung der Journalistin Anna Politkowskaja ist die problematische Situation der Medienfreiheit in Russland ins allgemeine Bewusstsein gedrungen. Frau Nadhezda Azhgikhina, ein führendes Mitglied der russischen Association of Women Journalists, die von Women on Air im Juni dieses Jahres bei der WIDE-(Women in Development-)Jahreskonferenz in Warschau interviewt wurde, beschreibt die vielfältigen Barrieren für die Entwicklung einer offenen Medienlandschaft in ihrer Heimat. Auf regionaler und lokaler Ebene, speziell beim Radio, scheint die Berichterstattung teilweise freier zu sein. In allen Bereichen der russischen Medienlandschaft spielt das Engagement von Journalistinnen eine herausrragende Rolle.
Eine Sendung von Waltraud Zirngast
Rhythms of Resistance: Mit Sprechgesang und Spraydosen gegen den Kapitalismus: Hip Hop aus Brasilien
“Was wir machen ist nicht Kunst, sondern Revolution. Es ist eine Form der Kommunikation” erzählt der Rapper und Graffiti-Sprayer Galo de Souza aus Recife (Brasilien). Dass Hip Hop nicht immer sexistisch und gewaltverherrlichend sein muss, sondern großes solzialkritisches Potential hat, beweist eine autonome Jugendbewegung aus dem brasilianischen Bundesstaat Pernambuco. Aus einer kleinen Gruppe von Jugendlichen, die sich der Hip Hop Kultur verschrieben hatten, entstand in der nordostbrasilianischen Stadt im Lau fe der letzten zehn Jahren ein breites Solidarisches Widerstandsnetz (Rede Solidaria de Resistencia), das versucht, sich so weit wie möglich den kapitalistischen Marktzwängen zu entziehen. Wir tragen keine Nike-Sachen. Wir haben unser eigenes lokales Label für Kleidung betont Galo. In verschiedenen Kollektiven wird danach getrachtet, ökonomische Autonomie zu erlangen, traditionelle Volksmedizin aufleben zu lassen und sich in Seminaren politisch zu bilden. Daneben wird natürlich gerappt, gesprayt und gefeiert…
Sendungsgestaltung: Ulla Ebner






