Monatliches Archiv für Dezember, 2006

Caminos Cumplidos - Erfülltes Leben

Interview mit Maestra Muriel Garfías, Chilenin im politischen Exil in Österreich. Ein Gespräch anlässlich des Todes von Exdiktator Augusto Pinochet mit Muriel Garfías über ihr Leben als politische Aktivistin in Chile, über ihr politisches Exil nach dem Militärputsch ab 1973 in Österreich und ihre Aktivitäten als Flamencolehrerin.

Entrevista con maestra Muriel Garfías, chilena y exiliada politica en Austria Una conversación por motivo de la muer te reciente del ex-dictador chileno Augusto Pinochet sobre la vida de la activista politica Muriel Garfias, sobre su exilio después del golpe de estado en 1973 en Austria y sus actividades como maestra de flamenco.

Moderation/Moderación: Helga Neumayer

Technik und Übersetzung/Técnica y traducción: Ulla Ebner

Musik/Música: Victor Jará, Inti Illimani, Angela Parrá, Lena Rothstein, El Niño de Lanjarón, Pepe Haro, Muriel Garfías u.a.

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Aminatou Haidar

Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara

Es stimmt, dass Sie mich töten können, aber niemals meine Überzeugungen, das sagte die sahrauische Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar, als sie in einem marokkanischen Geheimgefängnis gefoltert wurde. Die Aktivistin war Anfang Dezember zu Gast bei der Podiumsdiskussion Vertrieben Geflüchtet Besetzt. Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara in Wien, wo sie über die aktuelle menschenrechtliche Situation im von Marokko besetzten Gebiet sprach, über Einschränkungen der Meinungsfreiheit, politische Verfolgung, Folter und den unermüdlichen Kampf der Sahrauis um ihre Selbstbestimmung. Außerdem am Podium waren Barbara Prammer, Karin Scheele und Norman Spitzegger, die über österreichische und europäische Interventionen, Perspektiven und Projekte in der Westsahara sprachen. Eine Sendung zum internationalen Tag der Menschenrechte. Hinweis: Eine thematische Einführung in die Geschichte des Westsaharakonfliktes und der Frente Polisario, sowie genauere Erläuterungen zur Situation in den sahrauischen Flüchtlingslagern in Algerien bietet der Globale Dialoge-Beitrag “Westsahara” Der vergessene Konflikt.

Sendungsgestaltung: Eva Reinbacher

Sprecherinnen: Stefanie Schabhüttl, Eva Reinbacher

Verwendete Tondokumente:

*Veranstaltungsmitschnitt Vertrieben  Geflüchtet  Besetzt. Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara, 01.12.2006 SPÖ-Bildungszentrum Wien

*Interview mit Aminatou Haidar, 01.12.2006, Wien

*Interview mit Barbara Prammer, 01.12.2006, Wien

*Interview mit Karin Scheele, 01.12.2006, Wien

*Interview mit Norman Spitzegger, 01.12.2006, Wien

Musik:

*Mariem Hassan: “Sahara Neb Gija”

*Moudou ould Mattalla: “Ouezn, le dattier mehboula”

Sprache:

Deutsch, (Französisch mit Übersetzung)

Länge: 32 min

Weiterführende Links:

- Wikipedia (engl.) über Aminatou Haidar

- Projekte des Nord-Südinstituts

- Barbara Prammer

- Karin Scheele:

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Natacha Atlas

Die Pharaonin der orientalischen Weltmusik im Gespräch Die Sängerin Natacha Atlas spricht mit Women on Air über die Wurzeln ihrer Musik und den Link zwischen Kulturen: Ihr Ursprung ist arabisch, aber so wie ihr Leben sind auch ihre Lieder geprägt von europäischen Einflüssen. Ihr politisches und künstlerisches Engagement, ihre ausdrucksstarke Stimme und ihre Multiidentitäten machen sie zur Pharaonin der arabo-orientalisch-europäischen Identität. Interview und

Sendungsgestaltung: Maiada Gassan Hadaia

Musik: Natacha Atlas

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“We are poor but so many”: Women in informal economy

Women workers are numerically dominant in the informal economy, occupying the low-income, low-skill occupations. Often when activities undertaken by women in the informal economy start to become more profitable, they are gradually taken over by men. Women remain in more subsistence-level activities. Frauensolidarität (Solidarity among Women) in a two years project aims at supporting the labour right of these women along with different partner organisation through the creation of awarenss by organising lectures, seminars, workshops and public relation work. Under this project on 2nd of November this year a workshop was organised with the secretary general of SEWA, Namrata Bali, in Vienna. This programme will broadcast selective portion of the lecture delivered by Ms. Bali on the issue and will throw light on the aim and objective of the project undertaken by Frauensolidarität and will analyse the overall situation of women in an informal economy. The program is prepared and presented by Sarita Jenamani.

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Geregelte Arbeit: Rechte für Sexarbeiterinnen

Der Wiener Verein “Lefö- Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen” setzt sich seit 21 Jahren für die Rechte von Sexarbeiterinnen ein. Lefö begann als Beratungsstelle, hat später einen Bildungsbereich aufgebaut und arbeitet seit den 90er Jahren für Migrantinnen in der Sexindustrie, engagiert sich in der Gesundheitsprävention und für das Empowerment von Migrantinnen in der Sexarbeit. Die Mitarbeiterinnen von Lefö erzählen im Gespräch mit Women on Air über die Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen, die Bedeutung von Gewalt in der Sexindustrie und die strukturelle Benachteiligung von Sexarbeiterinnen durch das Gesetz.

Eine Sendung von Ulrike Wieländer und Inge Stecher-Schubert

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Wasser-Fälle: Der Kampf gegen die Privatisierung von Wasser in Lateinamerika

Wie kann es sein, dass mitten im Amazonasgebiet, der grünen Lunge der Erde mit seinen unzähligen Flüssen und Quellen, hunderttausende Menschen an mangelndem Zugang zu Trinkwasser leiden? Wer kann am besten und effizientesten die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit dem lebenswichtigen Gut Wasser garantieren? Oder anders gefragt: Was passiert, wenn ein transnationaler Konzern mit privatwirtschaftlichen Profitinteressen diese Verantwortung übernimmt? Was dann passiert, darüber berichteten zahlreiche Vertreterinnen der latein- amerikanischen Zivilgesellschaft im Rahmen des Alternativen Lateinamerikagipfels Enlazando Alternativas 2“, der im Mai 2006 in Wien stattfand. Vor dem Tribunal der Völker wurden dort Fälle eingebracht, in denen europäische Konzerne für die Verletzung von Menschenrechten in Lateinamerika verantwortlich gemacht werden. Viele dieser Fälle drehten sich um die Frage des Zugangs zu Tri nkwasser. Women on Air sprach mit Aktivistinnen aus Brasilien und Bolivien darüber, warum Wasserprivatisierung Frauen noch stärker betrifft als Männer, warum lateinamerikanische Regierungen Dinge zulassen, die ihrer eigenen Bevölkerung schaden und dass Proteste der Zivilgesellschaft gegen gigantische Konzerne manchmal auch erfolgreich sein können.

Sendungsgestaltung: Ulla Ebner

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