Monatliches Archiv für September, 2008

Slavenka Drakulic – Als gäbe es mich nicht

„Radiodialoge – Stimmen der Vielfalt” auch in der Literatursendung von Radio Freequenns. In einem Schulprojekt stellten die beiden bosnischen Schülerinnen Amajda Beganovic und Naida Zuzo das Buch der kroatischen Autorin vor, in der es um die Gräuel des Bosnien-Krieges auf dem Balkan geht, die ein junges muslimisches Mädchen erfährt.

Sendungsgestaltung: Hilde Unterberger/Redaktion Radio Freequenns 100,8, Liezen
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Gefrorene Zeit

In der Sendung wird der Roman Gefrorene Zeit von Anna Kim vorgestellt. Dieser erschien im September im Droschl-Verlag. Den Hintergrund des Buches bildet der Krieg im ehemaligen Jugoslawien: Ein Mann, dessen Frau im Zuge des Kriegsgeschehens verschwunden ist, bricht nach jahrelanger Ungewissheit aus Wien auf, um im Kosovo ihre Leiche zu identifizieren. Im ersten Teil der Sendung liest die Autorin Ausschnitte des Textes und spricht im Anschluss daran über dessen Entstehung und die Hintergründe.

Sendungsgestaltung: Waltraud Zirngast

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Interkulturelle Philosophie

Philosophische Gespräche mit Afsaneh Gächter in Sylt 2008

Afsaneh Gächter wurde 1964 in Teheran geboren und studierte Ethnologie, Soziologie und Geschichte in Wien. Sie veröffentlichte in der Reihe „Interkulturelle Bibliothek“ einen Bestseller über den persischen Philosophen Daryush Shayegan, der als ausgezeichneter Kenner westlicher und asiatischer Philosophie sowie islamischer Mystik gilt. Er organisierte 1977 in Teheran die erste internationale Konferenz über den „Dialog der Kulturen“. Sein Denken selbst war von einer tiefgehenden Reziprozität der Kulturperspektiven gekennzeichnet.

Afsaneh Gächter sprach in ihrer Vortragsreihe auch über die Interkulturalität des indischen Denkers Mahatma Ghandi und die Geschichte der Philosophie in Europa. Diese Sendung bringt einen Ausschnitt der Vorträge sowie der angeregten Diskussionen.

Sendungsgestaltung: Andrea Hiller

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Palabra de Mujer – Frauenradiosender

Botschafterin der Frauenbewegung Nicaraguas

„Palabra de Mujer“ ist eine Frauenradiostation in Bocana de Paiwas im Herzen Nicaraguas (280 km von Managua entfernt), deren Betreiberinnen auch Besitzerinnen des Radios sind – eine wahre Rarität. Als einziges Radio in dieser Region besitzen sie das Monopol viel gehört zu werden, denn trotz der Armut in Nicaragua – ein Radio besitzt jede/r.

Nicaragua ist ein von „Machismus“ geprägtes Land, Frauenrechte sind klein geschrieben. Das Frauenradio „Palabra de Mujer“ ist eine wichtige Botschafterin der Frauenbewegung Nicaraguas. Inhaltlich beschäftigt sich das Sendeprogramm vorwiegend mit sexuellen und reproduktiven Rechten von Frauen, mit juristischer Aufklärung und mit Programmen für Jugendliche (Schwerpunkt: Gleichberechtigung). Die tägliche Sendung „Bruja mensajera“ (die Hexe, die sich kein Blatt vor dem Mund nimmt und „Tacheles“ spricht) hält machistischen Machtansprüchen einen Spiegel vor.

Ein Gespräch mit Doris Gruber, Mitarbeiterin von Horizont 3000. Doris Gruber lebt und arbeitet seit 23 Jahren in Nicaragua. Sie erzählt über das Frauenradio und über „Casa de Mujer“ – das Frauenhaus.

Sendungsgestaltung: Helga Schager/SpacefemFm-Frauenradio für Radio FRO 105,0

Sprache: Deutsch, Spanisch

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Interview mit Josefina Lema

Josefina Lema: Frauenaktivistin und Heilerin aus Ecuador

Interview mit Josefina Lema

Josefina Lema arbeitet in ihrer Heimat Ecuador mit Bäuerinnengruppen, um das einheimische Saatgut und das Wissen darüber zu erhalten. Als Heilerin nutzt sie die traditionellen Pflanzen und die Kraft der Pacha Mama, der Mutter Erde. Sie kämpft für den Erhalt der Ernährungssouveränität gegenüber einer konzerndominierten, globalisierten Ernährungs- und Landwirtschaftspolitk.

Das Interview mit dieser außergewöhnlichen Frau wurde im Februar 2008 aufgenommen, als die Referentin nach Österreich geladen worden war.

Musik: Isabel Zabalaga R. – Marina, Luzmilla Carpio – Pharitan Lullaby, Edwin zeballos – A Donde voy, Edwin Zeballos – Sacambaya

Sendungsgestaltung: Eva Dürr und Karin Okonkwo-Klampfer

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Literature Between Everyday-Life and World Politics

Lindsey Collen im Porträt

Im Rahmen der Reihe “Literatur von Frauen aus dem Süden” der Zeitschrift Frauensolidarität stellen Sarita Jenamani - Lyrikerin aus Indien - und die Kulturanthropologin Sonja Rappold im Rahmen der Globalen Dialoge die afrikanische Schriftstellerin Lindsey Collen vor:

Lindsey Collen ist eigentlich gebürtige Südafrikanerin und lebt seit den 70er Jahren in Mauritius im Indischen Ozean, wo sich die engagierte Feministin im Bildungs- und Kulturbereich, aber vor allem auch als Friedensaktivistin gegen Militärbasen einsetzt. Ihre politische Arbeit spiegelt sich in all ihren Büchern wider. Protagonistinnen sind großteils einfache Frauen aus der Arbeits- und Alltagswelt Mauritius und ihr ökonomischer und sozialer Kontext wird literarisch fesselnd dargestellt und immer historisch und global eingebettet.

Mit ihrem Roman “Sita und die Gewalt” - greift sie das tabuisierte Thema Frauen und Gewalt auf. Für diesen Roman wird ihr 1994 der Commonwealth Writers Price verliehen und sie schafft ihren literarischen Durchbruch. Fast 11 Jahre und viele faszinierende Romane später erreicht uns die Nachricht, dass der diesjährige Commonwealth Writers Preis für den besten Roman Afrikas wiederum an Lindsey Collen für den Roman - “Boy” - verliehen wurde.

In der Zeitschrift “Frauensolidarität” (zB.: Nr. 91, 1/05) sind mehrere Beiträge über und von Lindsey Collen erschienen - Infos dazu unter: www.frauensolidaritaet.org

Sendungsgestaltung: Sarita Jenamani, Sonja Rappold

Sprache: Englisch

Wiederholung vom 29.03.2005

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Gegenwartsliteratur aus der Tschechischen Republik

Gegenwartsliteratur aus der Tschechischen Republik

Lesung von Anna Zonová „Za trest a za odmenu” („Zur Strafe und zur Belohnung“)

Anna Zonová, geboren 1962 in der Slowakei, lebt heute in Olmütz und arbeitet als Publizistin, Kuratorin von Ausstellungen zeitgenössischer Bildender Kunst und Prosaschriftstellerin. 2004 wurde ihr Roman „Za trest a za odmenu” („Zur Strafe und zur Belohnung“) veröffentlicht, der im Mittelpunkt der heutigen Sendung steht. Er wurde im Zuge des Großen Preises für Osteuropäische Literatur 2006 mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Handlungsort des Romans ist das nordmährische Sudetengebiet, das von Hitler annektiert wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden BewohnerInnen mit deutscher Nationalität gewaltsam vertrieben, unter Stalin fand eine Neubesiedlung von politischen GegnerInnen und KritikerInnen statt. Anhand von Einzelschicksalen erzählt Anna Zonová von dieser Region von den stalinistischen fünfziger Jahren bis in die Gegenwart.

Eine Lesung mit musikalischen Intermezzi.

Sendungsgestaltung: Barbara Karahan
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