Monatliches Archiv für Februar, 2009

Not in my name

Israelischer Widerstand gegen die Besatzung

1) NOT IN MY NAME: Schlafstörungen und Schlangestehen. Daran sind die PalästinenserInnen im von Israel besetzten Westjordanland gewöhnt. Auf alltäglichen Wegen zur Universität, zur Arbeit oder aufs Feld müssen sie zahlreiche Checkpoints passieren. Man weiß nie, wie lange man für 20 Kilometer braucht und welche Schikanen einen dort erwarten. So wie man als PalästinenserIn nie wissen kann, wann israelische Soldaten mitten in der Nacht ins Haus stürmen, die Familie aus den Betten reißen und die Wohnung durchwühlen. „Es geht darum, die palästinensische Bevölkerungen spüren zu lassen, dass sie immer unter Beobachtung steht“ erklärt der ehemalige Soldat Yehuda Shaul, „der israelischen Bevölkerung wiederum will die israelische Regierung allerdings weismachen, dass es sich um eine Besatzung mit Samthandschuhen handelt.“ Bei den jüngsten Wahlen hat die Mehrheit der Israelis und Israelinnen ihre Stimme rechtsgerichteten Hardlinern gegeben - womit eine Lösung des Nahost-Konflikts in weite Ferne gerückt ist. Aber es gibt auch Widerspruch aus den „eigenen Reihen“: Von Menschen wie Yehuda Shaul, dem Gründer der NGO „Breaking the Silence“ oder den Frauen der Organisation „Machsom Watch“, die Tag für Tag zu den Checkpoints ins Westjordanland fahren, um zu dokumentieren, was dort an Schikanen und Menschenrechtsverletzungen passiert. Women on Air hat sie dabei begleitet.

2) “MY FIGHT IS HIP HOP”. Palästinenser-Rap von DAM: Sie sind die Idole vieler Jugendlicher in den arabischen Städten Israels, den besetzten Gebieten, den palästinensischen Flüchtlingsdörfern - DAM, die Pioniere des politischen palästinensischen Hip Hop.

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Wenn Frauen ihr Kopftuch gegen eine Waffe tauschen

Die kurdische Guerilla als Kampfschauplatz weiblicher Identitätsfindung

Die Sendung behandelt die Veränderungen des Rollenbildes der kurdischen Frau und der gelebten gesellschaftlichen Praxis in Kurdistan durch den seit nunmehr fast 30 Jahre dauernden Guerillakampf der PKK, der ArbeiterInnenpartei Kurdistans.

Die deutsche Ethnologin, Anja Flach, hat sich von 1995 bis 1997 im türkisch besetzten Kurdistan aufgehalten und dort dutzende Interviews mit Guerillakämpferinnen geführt. Diese Gespräche geben Einblick in die Beweggründe kurdischer Mädchen und Frauen, warum sie ihr bisheriges Leben und ihre Familien verlassen und sich der Guerillabewegung anschließen. Sie zeugen von Identitätssuche abseits kultureller Tradition und dem Kampf um gesellschaftliche Gleichwertigkeit auch im Spannungsfeld mit den Guerillakämpfern.

Der Beitrag geht weiters der Frage nach, warum sich die europäische Frauenbewegung bisher so distanziert gegenüber dem kurdischen Frauenkampf verhalten hat und was sie von den Frauen des Mittleren Ostens eigentlich lernen könnte.

Eine Sendung von Barbara Karahan und Andrea Hiller.

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Wir zahlen nicht für diese Krise. Die Reichen müssen sie bezahlen!

Ein Live-Interview

Ruth Picker (AG Globale Verantwortung-Geschäftsführung) nahm im Jänner 2009 am Weltsozialforum in Belem/Brasilien teil und erzählt in der Sendung über ihre Eindrücke vom und die Ergebnisse des 9. Weltsozialforums. Interessant sind dabei sicher die Diskussionen am Weltsozialforum zu staatlichen Interventionen zur Rettung des neoliberalen Wirtschaftssystems.
Die Musik zur Sendung kommt ebenfalls aus Brasilien.
Sendungsgestaltung: Margit Wolfsberger

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Zwangsfreiheiten, Multikulturalität und Feminismus

Mitschnitt einer Buchpräsentation

Zwangsehe, Ehrenmord, Genitalbeschneidung, Importbräute oder Kopftuchzwang sind zentrale Begriffe in emotionalen und kontroversiellen Debatten um Geschlechteregalität in multikulturellen Gesellschaften. Einige Feministinnen warnen vor den negativen Auswirkungen des Multikulturalismus auf Frauen und Mädchen, wenn Kultur zur Legitimierung von Gewalt oder Unterordnung von Frauen verwendet wird.

In der Theorie und in der Politik wird die Abkehr von multikulturellen Ansätzen häufig durch die Unvereinbarkeit von Multikulturalität und Feminismus begründet.

Durch die Sendung führen Women on Air Yeliz Ilhan und Barbara Peichl.

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Zentralamerika und der Freihandel

Livegespräch mit Yadira Minero (Honduras)

Was bewegt die EU in Zentralamerika? Wie wirken sich Freihandelsabkommen auf die BewohnerInnen der Region aus?

Welches Recht haben Frauen auf den Zugang zu Nahrung und Wasser?

Wie steht es um die kulturellen Rechte der Menschen?

Diese Fragen stellen Women on Air Kathrin Pelzer und Helga Neumayer an die zentralamerikanische Frauenrechtsaktivistin Yadira Minero, die sich zur Zeit auf Einladung von FIAN-Österreich in Wien aufhält.

Mit globalisierungskritischen Rhythmen aus Lateinamerika und der Karibik

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