Monatliches Archiv für April, 2009

SAKINA

Im Live-Gespräch mit der kurdischen Kulturschaffenden Songül Beyazgül

SAKINA ist der Künstlername der Sängerin und Journalistin Songül Beyazgül. Wie auch andere kurdische KünstlerInnen und JournalistInnen war Sakina aufgrund ihrer Artikel, in der sie über die kurdische Frage schrieb, sowie den kurdischen Liedern, die sie sang, politischen Repressionen des türkischen Staates ausgesetzt. Aufgrund der ihr drohenden Verfolgung und Inhaftierungsgefahr musste sie 2006 die Türkei verlassen und kam als politischer Flüchtling nach Österreich, wo sie ein Asylgesuch stellte. Gegenwärtig lebt Sakina in Wien und ist im Musikbereich aktiv. Nebenbei schreibt sie als Kolumnistin in der Frauenzeitung ´Newaya Jin` und der Tageszeitung ´Yeniden Özgür Politika`.

Moderation und Sendungsgestaltung: Eva Brenner (Kunst/Theaterraum FLEISCHEREI)

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„Bitte, danke, alles Gute!“

Eine Livesendung zur Arbeitssituation von Pendlerbettlerinnen in Wien

Pendlerbettlerinnen gehören seit Monaten zum Erscheinungsbild des öffentlichen Raumes in Wien. Die Frauen stammen in der Regel aus den ärmsten südosteuropäischen Ländern und gehören häufig der Volksgruppe der Roma und Sinti an. Nach Wien treibt sie eine kaum vorstellbare Armut. Das Geld, das sie hier verdienen, stellt oft die Überlebensgrundlage der gesamten Familie dar. Betteln wird dabei als Frauenarbeit betrachtet.
Women on air hat 4 Frauen, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen, ins Studio zu einer live Diskussion eingeladen. Aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen kommend verbindet sie ein gemeinsamen Zugang zu dieser Thematik: Sie lehnen eine generelle Kriminalisierung („organisierte Bettelmafia“), wie sie durch Politik, Polizei und Medien betrieben wird, auf das Entschiedenste ab und suchen offen den persönlichen Kontakt mit diesen Frauen und ihren Familien.

Marion Thuswald:
Sozialpädagogin und Bildungswissenschaftlerin, Mutter, Mitarbeiterin in Friedens- und Frauenorganisationen in Kroatien, Österreich und der Türkei, Diplomarbeit „Betteln als Beruf? Wissensaneignung und Kompetenzerwerb von Bettlerinnen in Wien“ (Universität Wien 2008), Mitarbeit bei der BettelLobby Wien;

Kveta Schubert:
Autodidaktische Fotografien und Filmemacherin, Mutter, betrachtet sich selbst als Romni, geboren in Tschechien, MIGRA- Trainerin, Roma Assistenz an einer Integrationsvolksschule in Ottakring, Zahlreiche Projekte zum Thema Roma und kulturelle Identität. Vielschichtige Beschäftigung mit dem Thema Betteln beim Projekt „Straßenkunst – Kunst zum Überleben“ gemeinsam mit dem Verein Exil;

Ulli Gladik:
Filmemacherin, Mutter, Studium der Fotografie an der Akademie der bildenden Künste Wien, davon ein Jahr an der Kunstakademie in Sofia, dort erste nähere Kontakte zu Romafamilien; Ihr einfühlsames Filmportrait über die bulgarische Bettlerin „Natasha“ hat am 01. Mai Wien Prämiere. Mitarbeit bei der BettelLobby Wien;

Eva Maria Bachinger:
Journalistin, nach Matura Auslandaufenthalte in Israel und Italien, Studium der Politik und Sozialarbeit, seit 2004 Journalistin: zuerst APA-Innenpolitik, nun angestellt bei Tageszeitung Österreich, Ressort Tagesthemen und freiberuflich für mehrere Zeitschriften tätig; Ihr Artikel „Unter Bettlern“ für die Zeitschrift Moment wurde mit dem nationalen Roma Sonderpreis 2008 der EU-Kommission ausgezeichnet.

Sendungskonzept und Diskussionsleitung: Barbara Karahan

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Eva Brenner im Gespräch mit der Schauspielerin und Sängerin SUN SUN YAP

SUN SUN YAP ist Schauspielerin und Sängerin aus Singapur. Sie lebt seit 7 Jahren in Österreich, wo sie 2009 u.a. in der Fleischerei beim soziotheatralen Asylprojekt „Auf Achse“, bei „Linz 09“ und bei der Inszenierung „Hamletmaschine“ in New York mitwirkt.

Eva Brenner spricht mit Sun Sun Yap über ihre Herkunft, Migration und ihre Erfahrungen und Arbeit in Wien/Österreich sowie ihre aktuellen Projekte.
Musik von Sun Sun Yap.

Sendungsgestaltung: Eva Brenner (Kunst/Theaterraum FLEISCHEREI)

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Live-Gespräch mit Kalpona Akter

Die Arbeitsrechtsaktivistin aus Bangladesch zur Situation von ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie

Mit zwölf musste Kalpona Akter aus Bangladesch bereits in einer Fabrik arbeiten. Als ehemalige Näherin weiß die beeindruckende Frau genau, wie es in ihrem Heimatland in der Bekleidungsindustrie zugeht, auch, was sich in den vergangenen rund 20 Jahren verändert hat.

In ihren Anfangsjahren hatte sie keine Ahnung über die Rechte von ArbeiterInnen, sie hat sich aber schließlich selbst informiert und politisiert und ist deshalb auch immer wieder Repressionen ausgesetzt. Seit 2000 ist sie Koordinatorin in der NGO „Bangladesh Center for Worker Solidarity“ (BCWS).

Im Rahmen eines EU-Projekts, das in Österreich von Südwind unter dem Namen „Mein Design. Meine Verantwortung“ umgesetzt wird, reiste Kalpona Akter durch Europa. Sie besuchte auch Salzburg, Innsbruck, Linz, Graz und Wien, um über die aktuelle Situation in Bangladesch und die notwendige Solidarität mit dem Norden zu sprechen. Diese sieht sie in Kampagnen wie der „Clean Clothes Campaign“ und dem Druck durch KonsumentInnen, die fair produzierte Kleidung einfordern.

Sprachen: Bengali und Deutsch.

Sendungsgestaltung: Andrea Sommerauer/Redaktion Südwind - Regionalstelle Tirol für Freirad 105,9

Sendung übernommen von Radio Freirad 105,9 (Erstausstrahlung auf Radio Freirad 105,9 in Innsbruck am 26. März 2009)

nachzuhören auf http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=12469