Monatliches Archiv für Juni, 2009

Interkulturalität ist eine Orange

rund, voll, saftig, orange, süß-sauer und gesund, doch sie wird
gequetscht, ausgepresst, entsaftet und weggeschmissen.

Interkulturelle Beziehungen von internationalen Studierenden und
ForscherInnen in Österreich sind ein wenig ergründetes Feld. Die
Kommission für Entwicklungsfragen (KEF) hat einen Workshop mit
internationalen Studierenden und ForscherInnen veranstaltet und Gäste
aus Argentinien und Uganda eingeladen.
Hören Sie dazu in der Sendung die interkulturellen Erfahrungen von
Alicia Cabezudo und Helen Naquimugwe.

Sendungsgestaltung und Moderation: Maiada Ghassan Hadaia

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Mein tschetschenisches St. Pölten & Isik Baltas

Eine österreichische Muslimin aus Krems im Gespräch

2009 feiert die Stadt St. Pölten ihr 850-Jahr-Jubliäum. Ein Anlass für MiRa/Campusradio die Stadt aus migrantischer Perspektive zu entdecken. Diesmal führen Madina und Marina, zwei junge Frauen, die mit ihren Familien in St. Pölten und Umgebung leben, durch das tschetschenische St. Pölten und zu für sie wichtige Orte. Ausserdem gibt es Hörproben von tschetschenischem Rap, der auch in St. Pölten ertönt.

Im zweiten Teil der Sendung spricht Margit Wolfsberger in der Sendereihe Menschen vom Land mit Isik Baltas, eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern und praktizierende Muslimin aus Krems. Sie erzählt von ihrem Leben, der Bedeutung von Religion für sie und ihrem Alltag in einer österreichischen Kleinstadt.

In der Sendung wird tschetschenische und türkische Musik gespielt. Das letzte Lied ist der diesjährige Songcontest-Beitrag aus Aserbaidschan, der in der gesamten Region und auch in der migrantischen Szene in St. Pölten derzeit ein Hit ist.

Mitarbeit: Madina, Marina, Isik Baltas, Sabine Etl
Sendungsverantwortliche: Margit Wolfsberger

Redaktion: Radiodialoge 2009, MiRa - MigrantInnen- & Mitmach-Radio für alle in St. Pölten

Sendung übernommen von MiRa

nachzuhören auf http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=13354

UnzuMUTbar - der Kulturtalk mit Tamara Tacheles

Absolut UnzuMUTbar ist Teil des Titels einer Kampagne, die sich mit Arbeitsverhältnissen im Kulturbereich auseinandersetzt.
Kulturarbeit ist Arbeit klingt komisch, ist aber wahr! Und es bleibt nicht nur bei diesem Statement, sondern es geht weiter: die meisten Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter kennen es, es bläst ihnen meist ein rauer Wind entgegen oder aber wenn wir eine andere Analogie bemühen wollen, gleicht diese Form der Arbeit in Sachen Entlohnung oft einem Biss in die saure Gurke.
Die Durststrecke solcher ArbeiterInnen dauert schon lange an, trotzdem oder weil sie beachtliches politisches Potential bergen, werden sie von Seiten der Politik in ihren Forderungen weitgehend ignoriert. Die Kulturplattform OÖ, kurz KUPF, hat eine neue Kampagne gestartet, die sich explizit mit diesem relativ breiten gesellschaftlichen Themenbereich auseinandergesetzt und ein Positionspapier vorgestellt.
Der Rahmen war ein besonderer: im Kulturtalk mit Tamara Tacheles wurde das Absolut UnzuMUTbare der Kulturarbeit erörtert. Kulturschaffende kamen zu Wort, zwar wollten sie weitgehend ihre Identität verbergen, was in einem bunten performativen Akt endete - doch Selbstironie ist anscheinend eine der Qualitäten von KulturtäterInnen.

Die FROzine Redaktion

Sendung übernommen von Radio FRO 105,0

nachzuhören auf http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=13270

Handlungsbedarf?

Das zweite RADIODIALOGE-Magazin 2009 von Radio HELSINKI 92,6FM thematisiert die Menschenrechte. Graz ist seit dem Jahr 2000 Menschenrechtsstadt.

Die Mitglieder der Interkulturellen Redaktion haben am jährlich stattfindenden Multi-Kulti-Ball an der Karl-Franzens-Universität Graz die französisch-deutschsprachige Rede des Ehrengasts, der tunesischen Menschenrechtsaktivistin Silhelm Bensedrine, aufgezeichnet.
Die entsprechenden Artikel der Menschenrechte fließen ebenso ins Magazin ein wie Interviews mit Ballgästen. Zu Wort kommen auch die Veranstalter des Balls und der Multikulti-academy, das AfroAsiatische Institut.
Weiters wurden Gespräche mit Mitarbeiterinnen der Vereine SOMM und ISOP geführt, in denen die Einhaltung der Menschenrechte in Graz beleuchtet wird. Teile des Berichts des Menschenrechtsbeirats der Stadt Graz vom Oktober 2008 zeigen die aktuelle Situation und den Handlungsbedarf kritisch auf.

Redaktionsteam: Petra Nachbaur, Angela Gamerith, Llayla, Arzu, Khatera und Adolfo.

Sendung übernommen von Radio Helsinki 92,6FM

nachzuhören auf http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=12923

“Geburtshilfe” in Ventanilla

Wie ein Logbuch das Leben von marginalisierten Frauen in einer Stadt am Meer verändern kann

Rocio Lanao, eine Frau aus Ayacucho, einer der ärmsten Provinzen in Peru, studiert in Lima und Den Haag Soziologie und gründete gemeinsam mit 2 Partnern 1993 das Consulting-Unternehmen ATINCHIK (quechua:„Gemeinsam gelingt es uns“). ATINCHIK arbeitet im weitesten Sinn in der Organisationsentwicklung, aber man moderiert nicht einfach nur Wokshops, sondern begleitet Prozesse. „Facilitación“ ist eine Art „Geburtshilfe“ für die Entwicklung partizipativer Mitbestimmung gesellschaftspolitischer Fragestellungen. Am Beispiel Ventanillas, einem Distrikt von Lima, beschreibt Rocio Lanao anschaulich den Zugang von ATINCHIK zum Thema „Entwicklung“. In Ventanilla leben rund 18.000 Menschen unter zumeist prekären Lebensumständen. Ventanilla wurde vom WFP (World Food Programme) als Pilotregion für Nahrungsmittelhilfen ausgewählt. Um zu verhindern, dass nur einfach Lebensmittel verteilt werden, drängte ATINCHIK daher auf die Einführung partizpativer Komponenten. Anhand eines kreativ gestalteten „Logbuchs“ beschreibt Rocio Lanao methaphorisch, wie das Empowerment der Frauen in fünf Monaten als konkretes und sichtbares Resultat entstehen kann. Rocio Lanao war im Mai in Wien, eingeladen von TRIALOG, einem Projekt von HORIZONT3000 zur Stärkung von NGOs in den 12 neuen Ländern der EU.

Sendungsgestaltung: Manon Wallenberger und Petra Kreinecker (Übersetzung). Sendung erstmals ausgestrahlt am 03.06.2008

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