Vom 14. bis 20. März 2010 trafen sich 7 Performerinnen aus 7 Ländern im Rahmen des Festivals “LUSTIGE WEIBER. Subversive Frauen im Theater” in der FLEISCHEREI (www.experimentaltheater.com) um mit ihren humoristischen gesellschaftskritischen Performances positive (weibliche) Lebensentwürfe vorzuschlagen. Eva Brenner, künstlerische Leitung der FLEISCHEREI und Co-Kuratorin des Festivals, diskutiert mit zwei der Teilnehmerinnen - Maren Rahmann und Sibylle Starkbaum - über das Festivalgeschehen, den Stellenwert des Humors in Profession und Alltag, Krisen- und Lebensbewältigung, prekarisiertes künstlerisches Schaffen heute und Zukunftsperspektiven.
Sendungsgestaltung: Eva Brenner
Technik: Aleksandra Kolodziejczyk
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Wie kann es sein, dass mitten im Amazonasgebiet, der grünen Lunge der Erde mit seinen unzähligen Flüssen und Quellen, hunderttausende Menschen an mangelndem Zugang zu Trinkwasser leiden? Wer kann am besten und effizientesten die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit dem lebenswichtigen Gut Wasser garantieren? Oder anders gefragt: Was passiert, wenn ein transnationaler Konzern mit privatwirtschaftlichen Profitinteressen diese Verantwortung übernimmt? Was dann passiert, darüber berichteten zahlreiche Vertreterinnen der lateinamerikanischen Zivilgesellschaft im Rahmen des Alternativen Lateinamerikagipfels Enlazando Alternativas 2, der im Mai 2006 in Wien stattfand. Vor dem Tribunal der Völker wurden dort Fälle eingebracht, in denen europäische Konzerne für die Verletzung von Menschenrechten in Lateinamerika verantwortlich gemacht werden. Viele dieser Fälle drehten sich um die Frage des Zugangs zu Trinkwasser. Women on Air sprach mit Aktivistinnen aus Brasilien und Bolivien darüber, warum Wasserprivatisierung Frauen noch stärker betrifft als Männer, warum lateinamerikanische Regierungen Dinge zulassen, die ihrer eigenen Bevölkerung schaden und dass Proteste der Zivilgesellschaft gegen gigantische Konzerne manchmal auch erfolgreich sein können.
Sendungsgestaltung: Ulla Ebner
Wiederholung vom 5. Dezember 2006 anlässlich des Welttages des Wassers am 22. März 2010
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Petra Hübl und Petra Steiner gingen dieser Frage auf der diesjährigen Armutskonferenz 2010 in Salzburg nach. Analysen der derzeitigen multiplen Krisen und wer diese tragen wird, dazu haben wir die Ökonomin Helene Schuberth befragt. Globale Zusammenhänge und Migration als Umverteilung zwischen den Ländern betont Karin Küblböck von Attac Österreich bei der Abschlusspodiumsdiskussion. Sylvia Gangl von *InterACT, Werkstatt für Theater und Soziokultur*, spricht im Interview über das weite Spektrum von Armut und über ihr Theaterprojekt, das auf der Eigeninitiative und Vernetzung von Armutsbetroffenen basiert. Die Historikerin und Frauenforscherin Andrea Ellmeier erzählt über ihren Forumsinput *Konsum als politische Praxis* und ihre Forschung zu Konsumvereinen und “Arbeiterfrauen” in den 20er Jahren. Die Schauspielerin Maren Rahmann spricht anschließend an ihr Performance- und Musiktheaterstück *Marie übt die Anarchie* über die Entstehung ihres Projekts und Volkstheater im besten Sinn. Michaela Moser, Organisatorin der Armutskonferenz und Leiterin einer Schuldner_innenberatung, berichtet nicht nur über den Rahmen der Konferenz sondern auch über typische Armutsfallen für Frauen und worauf diese achten können.
Sendungsgestaltung: Petra Hübl (Orange 94.0) und Petra Steiner (Frauensolidarität)
Links:
www.armutskonferenz.at
www.interact-online.org (InterACT - Werkstatt für Theater und Soziokultur)
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Subversive Frauen im Theater
Die Fleischerei startet am 14. März das Internationale Festival kritischen Humors, das politisch subversive Performances von Frauen auf die Bühne bringt. In 7 Solo-Performances von 7 Frauen aus 7 Ländern geht es um Aufbrüche, Neuanfänge und Neu(er)findungen. Vor allem ist es ein leidenschaftliches Plädoyer
von Künstlerinnen, sich der Welt der Konflikte mit Mitteln des Humors zu nähern. Ein provokanter und lustvoller Diskurs des Widerstands, Empowerments und der positiven Zukunftsvisionen .. der Krise zum Trotz.
Die Künstlerin Nuray Ammicht (A/TR), die Kuratorinnen Eva Brenner & Anita Raidl und die Filmkuratorin Marlene Weseslindtner im live Studio-Gespräch mit Marta Gomez (Women on Air), Technik Aleksandra Kolodziejczyk.
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Sondersendung zum 100. Internationalen FrauenLesbenMädchenTag
Ist die Insektenforscherin Maria Sybilla Merian (1647-1717) eine der ersten Karrierefrauen, die es gekonnt und erfolgreich verstand Haushalt, Kinder, Lohnarbeit und wissenschaftliche Forschung miteinander zu verbinden? Oder eignet sie sich doch als positives Rollenvorbild für Frauen unserer Zeit?
Über Frauen in der Wissenschaft wie auf Reisen, hohe Ansprüche, unbezahlte Arbeit und das Phänomen der Multitaskingtalente sprechen Caroline Haidacher und Aleksandra Kolodziejczyk in einer Sondersendung zum Internationalen Frauentag.
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… fallen nicht vom Himmel, drum werden wir sie erkämpfen!
Eine humoristische Sendung durch die Welt des Arbeiterinnenkampfes mit Frauenweltmusik vom Feinsten, betreut durch die Doppelconference der beiden Women on Air Helga Neumayer und Kathrin Pelzer (Frauensolidarität).
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Studio-Live-Gespräch mit Marly Mier Rinaldy (Kolumbien)
Die kolumbianische Frauenbasisorganisation OFP (Organización Femenina Popular) existiert seit 1972. Das Zentrum ihrer Arbeit liegt in Barrancabermeja, dem Mittelpunkt der kolumbianischen Erdölindustrie, wo seit einigen Jahren die rechtsextremen paramilitärischen Gruppen eine starke Kontrolle ausüben. Seit langem engagiert sich die OFP in der kolumbianischen Friedensbewegung von Frauen gegen den Krieg. Was macht den Erfolg dieser Organisation aus?
Woher nehmen die Aktivistinnen die Kraft für ihre Menschenrechtsarbeit in einer lebensgefährlichen Situation? Darüber live im Studio spricht Woman on Air Caroline Haidacher mit der OFP-Aktivistin Marly Mier Rinaldy, die sich anlässlich des Familienfasttages der Katholischen Frauenbewegung in Österreich aufhielt und gemeinsam mit Frauensolidarität, Amnesty International und IGLA die internationale Kampagne „1 Mio. Freundinnen und Freunde der OFP“ beendete.
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„Machtverhältnisse sind nicht geschlechtsneutral!“
Wiederholung eines Gesprächs mit der ersten österreichischen Frauenministerin vom 5. Juli 2005
Johanna Dohnal war eine der Begründerinnen der Frauensolidarität und Pionierin der Einforderung von allgemeingültigen Frauenrechten weltweit. 1980 leitete sie bei der 2. Weltfrauenkonferenz in Kopenhagen die österreichische Delegation, bei der 3. Weltfrauenkonferenz 1985 in Nairobi war sie Vizepräsidentin der Konferenz und bei der UN-Menschenrechtskonferenz 1993 in Wien war sie Vorsitzende der UN-Frauenrechtskommission.
2005 gab die ehemalige Frauenministerin Woman on Air Helga Neumayer ein Interview, in welchem sie über ihre Zeit als Frauenstaatssekretärin (1979 bis 1990) und Frauenministerin (1990 bis 1994) berichtet, über die Anfänge der Solidarität mit Nicaragua, die Aufbruchsstimmung der Frauenbewegungen nach den ersten Weltfrauenkonferenzen und bei dem sie ihre Einschätzung der sozialen Bewegungen nach dem Jahrtausendwechsel gibt.
„Was sich Frauen nicht selber erkämpft haben, haben sie nicht wirklich erreicht“, so die ehemalige Frauenministerin 2005.
Sendungsgestaltung: Helga Neumayer
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